
Wasser hat etwas beruhigendes und ausgleichendes an sich. Deshalb übt eine Auszeit am See eine so anhaltende Anziehungskraft aus. Von vulkanischen Kraterseen bis hin zu unberührten, künstlich angelegten Seen bieten sich auf Reisen unzählige wunderbare Gelegenheiten, einen Ausflug ans Wasser zu unternehmen. Wir haben 5 der schönsten Seen der Welt zusammengestellt, um Ihnen Anregungen für Ihre nächste große Reise zu geben. Welche schafft es auf Ihre Reiseliste?
Nakuru-See, Kenia
Kenia ist oft das erste Reiseziel für Afrika-Neulinge, und das aus gutem Grund – es ist eines der beliebtesten Ziele für Safaris. In Kenias traumhaften Naturparks lassen sich die „Big Five“ (Elefanten, Gnus, Löwen, Leoparden, Nashörner) gut beobachten, während unvergleichliche Landschaften der echten afrikanischen Wildnis den Rahmen bilden. Wer am See lebende Wildtiere wie etwa ein oder zwei Nashörner sehen möchte, ist am Nakuru-See im Great Rift Valley genau richtig.
Der Nakuru-See ist ein Magnet für Flamingos. Die rosa gefiederten Vögel bilden einen starken Kontrast zum tiefblauen, fast ozeanartigen Wasser des Sees. Andere beeindruckende Vogelarten wie Pelikane, Kormorane und afrikanische Fischadler gesellen sich zu den Flamingoschwärmen. Halten Sie auch Ausschau nach Spitz- und Breitmaulnashörnern. Am Ufer des Nakuru-Sees befindet sich ein Nashornschutzgebiet, das dem Schutz dieser wunderbaren, stark gefährdeten Tiere gewidmet ist.
Der See ist zwar nicht zum Schwimmen geeignet, doch eine malerische Pirschfahrt oder eine Vogelbeobachtungswanderung am Ufer des Nakuru-Sees oder der Blick auf seine Weite von Aussichtspunkten wie dem Baboon Hill aus machen ihn zu einem unverzichtbaren Erlebnis in Kenia.
Comer See, Italien
Wer sich fragt, wo es die besten Badeseen gibt, sollte den Comer See ins Auge fassen. Dieses italienische Kleinod hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen, und wenn man sein schimmerndes, smaragdgrünes Wasser vor sich sieht, versteht man den Hype.
Der Comer See ist riesig: Mit einer Fläche von rund 145 Quadratkilometern ist er der drittgrößte See in Italien. Sein Ufer ist gespickt mit charmanten Städtchen, sodass man für einen Besuch am See meist einen Ausgangspunkt auswählen und von dort aus die Umgebung erkunden sollte. Die Stadt Como selbst ist bekannt für ihre schöne Altstadt und ihre Einkaufsmöglichkeiten, Varenna für ihr romantisches Schloss und malerische Wanderwege, Tremezzo für seine gehobene Gastronomie und den Botanischen Garten – doch egal, wo Sie sich niederlassen, eine Bootsfahrt auf dem See sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Nicht nur die Aussicht ist außergewöhnlich reizvoll. Eine Bootsfahrt ist auch eine raffinierte Art, einige der Städte entlang des Seeufers zu besuchen. Die Touren beinhalten meist Stopps an Badebuchten, wo Sie Ihr Handtuch ausbreiten und kopfüber in die sonnenverwöhnte Idylle des Comer Sees eintauchen können.
Ashinoko-See, Japan
Der ruhige See vor der friedlichen Kulisse des Fuji ist ein typisches japanisches Bild. Der atemberaubende Ashinoko-See in Hakone, Japan, lässt dieses Bild Wirklichkeit werden.
Ashinoko ist eine vulkanische Formation, ein riesiger Kratersee an der Westseite des ruhenden Vulkans Hakone. Sowohl Touristen als auch Einheimische aus Tokio suchen in Hakone Erholung wegen der erfrischenden Landschaft am Seeufer und Wanderwege durch den Wald. Der See vermittelt ein Gefühl von Weite, das man in Japans hektischen Städten nur selten findet. Besucher können den See von vielen gut markierten Wanderwegen aus bewundern, die mit Aussichtsplattformen gespickt sind. Oder wagen sie sich auf eine Seilbahn, um den See aus der Vogelperspektive zu betrachten. Viele gehen an Bord von hölzernen Ausflugsbooten, die als „Piratenschiffe“ bezeichnet werden, um einen originellen Ausflug auf dem Wasser zu unternehmen.
Auf jeden Fall wirkt der Anblick des am Berghang gelegenen Sees, aus dem gelegentlich ein zinnoberrotes Torii-Tor aus dem Wasser ragt, auf aufregende Weise typisch japanisch. Wenn Sie noch einen Besuch im Freilichtmuseum von Hakone hinzufügen, das voller faszinierender Skulpturen und moderner Kunstwerke ist, haben Sie einen erlebnisreichen Tagesausflug abseits von Tokio vor sich.
Pichola-See, Indien
Indien ist reich an alten Königsstädten, die von historischen Zeugnissen einstiger Pracht nur so strotzen. Einer der beeindruckendsten dieser ehemals königlichen Orte ist Udaipur, dessen Stadtbild vom Pichola-See geprägt wird. Er ist das Herzstück der „Stadt der Seen“; der erhabene Pichola-See geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als er vor allem aus ästhetischen Gründen als Symbol für Reichtum und Ruhm entworfen und angelegt wurde.
Die prunkvollen Tage der Mewar-Dynastie sind längst vorbei, doch mit seinen schimmernden Spiegelungen des Stadtpalasts, beleuchtet von der glühend heißen Sonne, bietet der See den Besuchern auch Jahrhunderte später noch ein beeindruckendes Bild.
Der Pichola-See ist nicht wirklich zum Schwimmen geeignet, aber wenn es Ihnen nicht ausreicht, die Landschaft von den vielen Aussichtspunkten und Promenaden der Stadt aus zu bewundern, unternehmen Touristen oft Bootsfahrten auf dem Wasser, um die exquisite Skyline von Udaipur aus einer neuen Perspektive zu genießen. Ansonsten können Sie es den Königen und Königinnen von Mewar gleichtun und den See vom Palast aus betrachten.
Lake Wakatipu, Neuseeland
Der blitzförmig angelegte Lake Wakatipu in Neuseeland ist der längste und tiefste See des Landes und bietet sowohl vom Land als auch aus der Luft einen atemberaubenden Anblick. Der Maori-Legende zufolge entstand der See durch den Tod eines bösen Riesen, dessen Herz noch immer mit dem Auf und Ab des Wassers schlägt. Mit dieser mystischen Aura und dem Blick auf die schneebedeckten Südalpen und die Remarkables im Hintergrund ist es kein Wunder, dass dieser weitläufige See abenteuerlustige Reisende aus nah und fern anzieht.
Es gibt unzählige Möglichkeiten, Lake Wakatipu zu genießen. Einige segeln oder fahren mit dem Kajak auf seine weite Fläche hinaus, andere bleiben in der Nähe und angeln in den vielen Buchten und Meeresarmen. Eine originelle Möglichkeit ist eine Kreuzfahrt auf einem historischen, mit Kohle befeuerten Dampfschiff, das Touristen an den umliegenden Berggipfeln vorbeifährt. Andere Anbieter servieren ein Abendessen samt Wein und Käse aus den fruchtbaren Hügeln der Umgebung, das man bequem auf einem traditionellen Katamaran genießen kann.
Wie auch immer Sie sich auf den Weg nach Wakatipu machen, der See ist vom nahegelegenen Queensland aus leicht zu erreichen. Lassen Sie sich von unseren lokalen Experten beraten, wie Sie ihn in eine maßgeschneiderte Neuseeland-Reise einbauen können.
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