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5. August 2026

Der Frühling ist Hochsaison für den Tourismus in Japan, doch wenn Sie die Wunder dieses facettenreichen Landes abseits der Menschenmassen erleben möchten, hat der Dezember seinen ganz eigenen Zauber. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie bei einer Reise nach Japan im Dezember erwartet – von stimmungsvollen, mit Laternen gesäumten Straßen und gemütlichen Restaurants, in denen dampfende Schalen mit Ramen auf Sie warten, bis hin zum verschneiten Winter im Norden.
Das Wetter in Japan variiert zwischen Nord und Süd, aber natürlich sind im Dezember landesweit kühlere Temperaturen als im Sommer zu erwarten.
Schneebedeckte Gipfel, gemütliche Ecken und eine besinnliche Atmosphäre – ein Besuch in Japan mitten im Winter ist etwas ganz Besonderes. Wir haben für Sie eine Übersicht der einzelnen Regionen zusammengestellt, angefangen bei den schneereichsten und kältesten Gebieten im Norden bis hin zum milderen Süden.
Wenn Sie eine mit Pulverschnee bedeckte Landschaft wie auf einer Weihnachtspostkarte erleben möchten, ist Hokkaido der ideale Ort dafür.
Hokkaido ist der nördlichste und schneereichste Teil Japans, in dem der Winter besonders streng ist. In Skiorten wie Niseko, das für seinen tiefen, trockenen Schnee bekannt ist, lassen sich fantastische Ski- oder Snowboardtouren unternehmen. Oder begeben Sie sich in die Gegend um Biei und genießen Sie die atemberaubende, schneebedeckte Hügellandschaft.
In Sapporo, der Hauptstadt von Hokkaido, funkeln die Straßen im Lichterglanz. Das gilt besonders während der Sapporo White Illumination, bei der es von mit Lämpchen besetzten Skulpturen und Lichtinstallationen nur so wimmelt. Zu dieser Jahreszeit wirkt eine heiße Schüssel Miso-Ramen in einem gemütlichen Restaurant besonders einladend und wärmend.
Onsen (das Baden in heißen Quellen) ist im Norden Japans sehr beliebt. Besonders in der Stadt Noboribetsu, die von herrlichen Wäldern umgeben ist, ist dies ein beliebter Zeitvertreib. Probieren Sie das Eisfischen oder Schneeschuhwandern aus und genießen Sie eine malerische Fahrt um den Toya-See.
Schaffen Sie einzigartige Wintererinnerungen an diesen beliebten Reisezielen in Zentraljapan – von Tokio über Kyoto bis nach Takayama…
Tokios weitläufige, futuristische Metropole strahlt immer hell und leuchtend, vor allem aber im Winter. Aufwendige Lichtinstallationen tanzen über Roppongi Hills und Shibuya (dem berühmten Fußgängerüberweg), die Wege durch die Parks werden von glitzernden Bäumen gesäumt und in den Seitenstraßen leuchten traditionelle Laternen. Weihnachten ist für die Japaner eher eine fröhliche, unbeschwerte als eine traditionelle Zeit, obwohl sie durchaus ihre eigenen Traditionen haben. Stellen Sie sich darauf ein, am Weihnachtstag lange Schlangen vor KFC zu sehen!
Für eine spirituelle Auszeit vom Großstadttrubel Tokios empfiehlt sich ein Ausflug nach Nikko, das nur 1,5 Stunden entfernt liegt. Die dortigen von der UNESCO geschützten Schreine und Tempel, einschließlich des Toshogu-Schreins, sind ruhig und idyllisch gelegen. Hier herrscht eine meditative Stille, die unter einer Schneedecke noch friedlicher wirkt.
Typischerweise ist Kyoto für seine erhabenen, kunstvoll verzierten Tempel, atemberaubenden Zen-Gärten und Koi-Teiche bekannt. Ohne die Menschenmassen, die im Frühling und Sommer herrschen, gewinnt die Ästhetik noch an Qualität. Dann haben Sie genügend Platz, um Kyotos wichtigste Sehenswürdigkeiten wie den goldlackierten Kinkaku-ji-Tempel und die viel fotografierten Torii-Tore am Fushimi Inari Taisha in Ruhe zu genießen. Wenn Sie das Glück haben, hier Schnee zu sehen, ist die Landschaft umso zauberhafter.
Mehr lesen: Kyoto Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Togakushi ist eine zutiefst spirituelle Gegend. Diese neblige, bewaldete Bergsiedlung ist von hoch aufragenden Zedern umgeben. Seit jeher ist dies ein Ort für Shinto- und Shugendō-Praktiken und im Winter besticht die Gegend durch ihre atemberaubende Stille. Fünf Togakushi-Schreine liegen verstreut in den Bergen, wobei jeder mit imposanten Torii-Toren und moosbewachsenen Steinstufen versehen ist. Halten Sie Ausschau nach den berühmten Affenskulpturen.
Apropos Affen: In den Wintermonaten kann man Japanmakaken beobachten, die ganz gelassen in den dampfenden Onsens der Nagano-Alpen baden. Der zugänglichste Ort, um diese entspannten Affen zu beobachten, ist der Jigokudani-Affenpark.
Takayama liegt in den japanischen Alpen und ist eine mittelalterliche Stadt aus der Edo-Zeit, die im Winter besonders antik wirkt. Die gut erhaltenen Straßen mit ihren hölzernen Kaufmannshäusern, Handwerksbetrieben und Sake-Brauereien strahlen einen angenehmen traditionellen Charme aus und es sind deutlich weniger Besucher unterwegs als im Sommer. Die schneebedeckten Berge in der Ferne tragen zusätzlich zur Atmosphäre bei. Unternehmen Sie eine malerische Rundfahrt durch die Gegend, um dieses historische Netz aus Edo-Dörfern ausgiebig zu erkunden.
Im Dezember stehen in Hakone vor allem Thermalbäder und belebende Bergwanderwege auf dem Programm. Da der Winter meist klaren Himmel mit sich bringt, bietet sich ein strahlender und atemberaubender Blick auf den legendären Fuji – egal, ob zu Fuß, von der Panorama-Seilbahn oder aus dem Zugfenster. Hakone ist ein beliebter Ort für Onsen, die im Winter ein wahrer Genuss sind, denn nichts geht über das Gefühl, seine Glieder in warmem Wasser und der frostigen Luft zu entspannen. Man kann die öffentlichen Onsen in ganz Hakone besuchen. Außerdem verfügen viele Ryokans über eigene mineralreiche Becken, die den Gästen zur Verfügung stehen.
Im Süden Japans liegt die Insel Okinawa, die im Winter einen subtropischen Zufluchtsort bietet. Auch wenn es keine Zeit zum Sonnenbaden ist (die Temperaturen liegen bei etwa 15 °C–20 °C), ist es dennoch sonnig und angenehm genug, um ohne Jacke herumzuspazieren. Es ist eine ganz andere Welt als die einstelligen Temperaturen weiter nördlich!
Als ausgewiesene „Blue Zone“ weist Okinawa eine der weltweit höchsten Konzentrationen an Menschen auf, die über 100 Jahre alt sind. Wenn Sie das achtsame Lebenstempo hier auf sich wirken lassen, werden Sie verstehen, warum die Einwohner so lange leben.
Genießen Sie Küstenspaziergänge am Kap Manzamo, erfahren Sie mehr über das kulturelle Erbe der Ryukyu-Inseln in der Burg Shurijo und schlendern Sie durch die königlichen Gärten Shikina-en. In den familiengeführten Restaurants können Sie Okinawas Spezialitäten probieren, wie zum Beispiel herzhafte Soba und Goya Champuru oder Kroketten aus lila Süßkartoffeln, die manche als weiteres Geheimnis der Langlebigkeit bezeichnen.
Ein zusätzlicher Bonus: Die Saison für Walbeobachtungen dauert von Januar bis März, sodass Sie vielleicht vor der Küste von Okinawas Hauptstadt Naha Buckelwale sehen können.
Mehr lesen: Reiseführer Okinawa: Das Geheimnis eines langen Lebens
Egal, ob Sie sich auf dampfend heiße Onsen, Skifahren in den japanischen Alpen oder Weihnachtsfeiern freuen – hier finden Sie einen kurzen Überblick darüber, welche Aktivitäten Sie erwarten können.
Japan liebt Lichter ohnehin schon, aber im Dezember wird es erst richtig schön. Die Sapporo White Illumination auf Hokkaido ist ein riesiges Spektakel mit leuchtenden Skulpturen und Tunneln; in Tokio bieten Gegenden wie Roppongi Hills und Shibuya aufwendige Lichtinstallationen. Auch Tempel und Burgen im ganzen Land werden im Winter meist wunderschön beleuchtet.
Japan ist sehr stolz auf seine Schneesportarten. Die japanischen Alpen und Hokkaido sind die idealen Orte zum Skifahren und Snowboarden, wobei der beste Schnee in der Regel von Dezember bis März fällt.
Onsen (das Wort für heiße Quellen) sind in ganz Japan beliebt; das Entspannen im dampfenden, mineralreichen Wasser ist ein nationaler Zeitvertreib. Da Onsen durch vulkanische Aktivität auf natürliche Weise erwärmt werden, sind sie vor allem in den zentralen und nördlichen Regionen weit verbreitet. Städte wie Hakone, Beppu und Kusatsu sind ganz auf die Onsen-Kultur ausgerichtet.
Obwohl Weihnachten in Japan eine Zeit voller Kitsch und fröhlicher Dekorationen ist, gilt Neujahr (Oshogatsu) als der traditionelle Feiertag. Familien genießen gemeinsam Osechi-Gerichte, schmücken ihre Häuser und in den Tempeln läuten die Glocken. Wer das neue Jahr besonders ausgelassen feiern möchte, kann an den Silvester-Straßenpartys in Städten wie Tokio, Osaka oder Yokohama sowie in den meisten Skigebieten teilnehmen. Außerdem gibt es die Oji-Fuchsparade in Tokio, bei der zu Beginn des neuen Jahres die Fuchsgeister geehrt werden.
Wenn Sie Japan im Dezember besuchen möchten, sprechen Sie mit unseren lokalen Reiseexpertinnen und -experten, um eine Reiseroute rund um die größten saisonalen Veranstaltungen zusammenzustellen.
Praktische Tipps für eine Japanreise im Dezember
Informieren Sie sich über die Wetterbedingungen, bevor Sie im Dezember nach Japan reisen. Je nachdem, welche Regionen Sie besuchen, sollten Sie sich entsprechend kleiden. In Hokkaido beispielsweise können die Temperaturen auf -10 °C fallen, weshalb Sie wasserdichte Wanderschuhe, eine wasserdichte Schneejacke und wärmende Kleidung benötigen.
In anderen Regionen, wie beispielsweise in Zentraljapan, reichen warme Kleidungsschichten und eine wasserdichte Jacke aus. Nehmen Sie bequeme Wanderschuhe mit und packen Sie für kältere Tage eine Mütze und Handschuhe als Reserve ein. In südlichen Gegenden wie Okinawa ist es im Vergleich dazu mild. Tragen Sie dort einfach das, was Sie im Frühling tragen würden, und nehmen Sie für die Abende eine leichte Jacke mit.
Mehr lesen: Japan Reisetipps: Interview mit unserer lokalen Reiseexpertin
Wenn Sie im Dezember eine einmalige Reise nach Japan erleben möchten, wenden Sie sich an unsere Reiseexperten vor Ort. Sie sind direkt am Reiseziel ansässig und verfügen über all das lokale Wissen, das Sie benötigen, um genau die Japan-Reiseroute zusammenzustellen, von der Sie schon immer geträumt haben.
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