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Japan im Dezember: Der Zauber der Nebensaison

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Der Frühling ist Hochsaison für den Tourismus in Japan, doch wenn Sie die Wunder dieses facettenreichen Landes abseits der Menschenmassen erleben möchten, hat der Dezember seinen ganz eigenen Zauber. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie bei einer Reise nach Japan im Dezember erwartet – von stimmungsvollen, mit Laternen gesäumten Straßen und gemütlichen Restaurants, in denen dampfende Schalen mit Ramen auf Sie warten, bis hin zum verschneiten Winter im Norden.

Japanischer Rotkronenkranich

Das Wetter in Japan im Dezember: Was Sie je nach Region erwarten können

Das Wetter in Japan variiert zwischen Nord und Süd, aber natürlich sind im Dezember landesweit kühlere Temperaturen als im Sommer zu erwarten.

Von Norden nach Süden…

  • Hokkaido und der Norden Japans verwandeln sich im Dezember in ein winterliches Wunderland mit schneebedeckten Landschaften, stillen, winterlichen Wäldern und hervorragenden Skimöglichkeiten. Die Temperaturen liegen bei etwa –5 °C bis 2 °C, daher sollten Sie sich warm anziehen!
  • Weiter südlich, in Tokio und Zentral-Honshū, ist es erwartungsgemäß milder mit Temperaturen von 5 °C bis 12 °C. Die Tage sind oft klar und frisch, mit viel Sonne und wenig Niederschlag – und gelegentlich fällt auch etwas Schnee.
  • Kyoto und die Kansai-Region sind mit Temperaturen von 3 °C bis 10 °C etwas kälter als Honshu, was man vor allem morgens und abends spürt. Die Wahrscheinlichkeit für Schneefall ist hier höher als in der Hauptstadt.
  • Deutlich wärmer wird es in Okinawa und Südjapan, wo das Klima mild, bewölkt und angenehm ist. Bei Temperaturen von 15 °C bis 22 °C ist es zwar nicht gerade ideal zum Sonnenbaden, aber Strandbesuche sind angenehm erfrischend.
Mit Schnee bedeckte Statuen im Otagi-Nenbutsu-ji-Tempel in Kyoto

Die besten Orte für einen Besuch in Japan im Dezember

Schneebedeckte Gipfel, gemütliche Ecken und eine besinnliche Atmosphäre – ein Besuch in Japan mitten im Winter ist etwas ganz Besonderes. Wir haben für Sie eine Übersicht der einzelnen Regionen zusammengestellt, angefangen bei den schneereichsten und kältesten Gebieten im Norden bis hin zum milderen Süden.

Die traumhaften Winterlandschaften im Norden Japans 

Wenn Sie eine mit Pulverschnee bedeckte Landschaft wie auf einer Weihnachtspostkarte erleben möchten, ist Hokkaido der ideale Ort dafür.

Hokkaidos Winterwunderland

Hokkaido ist der nördlichste und schneereichste Teil Japans, in dem der Winter besonders streng ist. In Skiorten wie Niseko, das für seinen tiefen, trockenen Schnee bekannt ist, lassen sich fantastische Ski- oder Snowboardtouren unternehmen. Oder begeben Sie sich in die Gegend um Biei und genießen Sie die atemberaubende, schneebedeckte Hügellandschaft.

In Sapporo, der Hauptstadt von Hokkaido, funkeln die Straßen im Lichterglanz. Das gilt besonders während der Sapporo White Illumination, bei der es von mit Lämpchen besetzten Skulpturen und Lichtinstallationen nur so wimmelt. Zu dieser Jahreszeit wirkt eine heiße Schüssel Miso-Ramen in einem gemütlichen Restaurant besonders einladend und wärmend.

Onsen (das Baden in heißen Quellen) ist im Norden Japans sehr beliebt. Besonders in der Stadt Noboribetsu, die von herrlichen Wäldern umgeben ist, ist dies ein beliebter Zeitvertreib. Probieren Sie das Eisfischen oder Schneeschuhwandern aus und genießen Sie eine malerische Fahrt um den Toya-See.

Familien beim Skifahren in Hokkaido, einem der besten Reiseziele für einen Besuch in Japan im Dezember

Verbringen Sie einen unvergesslichen Winter in Zentraljapan

Schaffen Sie einzigartige Wintererinnerungen an diesen beliebten Reisezielen in Zentraljapan – von Tokio über Kyoto bis nach Takayama…

Tokios kitschige, festliche Stimmung

Tokios weitläufige, futuristische Metropole strahlt immer hell und leuchtend, vor allem aber im Winter. Aufwendige Lichtinstallationen tanzen über Roppongi Hills und Shibuya (dem berühmten Fußgängerüberweg), die Wege durch die Parks werden von glitzernden Bäumen gesäumt und in den Seitenstraßen leuchten traditionelle Laternen. Weihnachten ist für die Japaner eher eine fröhliche, unbeschwerte als eine traditionelle Zeit, obwohl sie durchaus ihre eigenen Traditionen haben. Stellen Sie sich darauf ein, am Weihnachtstag lange Schlangen vor KFC zu sehen!

Schreine in Nikko

Für eine spirituelle Auszeit vom Großstadttrubel Tokios empfiehlt sich ein Ausflug nach Nikko, das nur 1,5 Stunden entfernt liegt. Die dortigen von der UNESCO geschützten Schreine und Tempel, einschließlich des Toshogu-Schreins, sind ruhig und idyllisch gelegen. Hier herrscht eine meditative Stille, die unter einer Schneedecke noch friedlicher wirkt.

Die kunstvoll verzierten Tempel von Kyoto

Typischerweise ist Kyoto für seine erhabenen, kunstvoll verzierten Tempel, atemberaubenden Zen-Gärten und Koi-Teiche bekannt. Ohne die Menschenmassen, die im Frühling und Sommer herrschen, gewinnt die Ästhetik noch an Qualität. Dann haben Sie genügend Platz, um Kyotos wichtigste Sehenswürdigkeiten wie den goldlackierten Kinkaku-ji-Tempel und die viel fotografierten Torii-Tore am Fushimi Inari Taisha in Ruhe zu genießen. Wenn Sie das Glück haben, hier Schnee zu sehen, ist die Landschaft umso zauberhafter.

Mehr lesen: Kyoto Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Verschneite Landschaft am Togakushi-Schrein in Japan im Dezember

Die verschneiten Wälder von Togakushi

Togakushi ist eine zutiefst spirituelle Gegend. Diese neblige, bewaldete Bergsiedlung ist von hoch aufragenden Zedern umgeben. Seit jeher ist dies ein Ort für Shinto- und Shugendō-Praktiken und im Winter besticht die Gegend durch ihre atemberaubende Stille. Fünf Togakushi-Schreine liegen verstreut in den Bergen, wobei jeder mit imposanten Torii-Toren und moosbewachsenen Steinstufen versehen ist. Halten Sie Ausschau nach den berühmten Affenskulpturen.

Badende Schneeaffen in Nagano

Apropos Affen: In den Wintermonaten kann man Japanmakaken beobachten, die ganz gelassen in den dampfenden Onsens der Nagano-Alpen baden. Der zugänglichste Ort, um diese entspannten Affen zu beobachten, ist der Jigokudani-Affenpark.

Mittelalterliches Takayama

Takayama liegt in den japanischen Alpen und ist eine mittelalterliche Stadt aus der Edo-Zeit, die im Winter besonders antik wirkt. Die gut erhaltenen Straßen mit ihren hölzernen Kaufmannshäusern, Handwerksbetrieben und Sake-Brauereien strahlen einen angenehmen traditionellen Charme aus und es sind deutlich weniger Besucher unterwegs als im Sommer. Die schneebedeckten Berge in der Ferne tragen zusätzlich zur Atmosphäre bei. Unternehmen Sie eine malerische Rundfahrt durch die Gegend, um dieses historische Netz aus Edo-Dörfern ausgiebig zu erkunden.

Affen beim Baden in Yamanouchi, Nagano – einer der besten Orte für einen Besuch in Japan im Dezember

Die Onsen-Kultur von Hakone und dem Fuji

Im Dezember stehen in Hakone vor allem Thermalbäder und belebende Bergwanderwege auf dem Programm. Da der Winter meist klaren Himmel mit sich bringt, bietet sich ein strahlender und atemberaubender Blick auf den legendären Fuji – egal, ob zu Fuß, von der Panorama-Seilbahn oder aus dem Zugfenster. Hakone ist ein beliebter Ort für Onsen, die im Winter ein wahrer Genuss sind, denn nichts geht über das Gefühl, seine Glieder in warmem Wasser und der frostigen Luft zu entspannen. Man kann die öffentlichen Onsen in ganz Hakone besuchen. Außerdem verfügen viele Ryokans über eigene mineralreiche Becken, die den Gästen zur Verfügung stehen.

Okinawa: Inselurlaub im Dezember

Im Süden Japans liegt die Insel Okinawa, die im Winter einen subtropischen Zufluchtsort bietet. Auch wenn es keine Zeit zum Sonnenbaden ist (die Temperaturen liegen bei etwa 15 °C–20 °C), ist es dennoch sonnig und angenehm genug, um ohne Jacke herumzuspazieren. Es ist eine ganz andere Welt als die einstelligen Temperaturen weiter nördlich!

Als ausgewiesene „Blue Zone“ weist Okinawa eine der weltweit höchsten Konzentrationen an Menschen auf, die über 100 Jahre alt sind. Wenn Sie das achtsame Lebenstempo hier auf sich wirken lassen, werden Sie verstehen, warum die Einwohner so lange leben.

Genießen Sie Küstenspaziergänge am Kap Manzamo, erfahren Sie mehr über das kulturelle Erbe der Ryukyu-Inseln in der Burg Shurijo und schlendern Sie durch die königlichen Gärten Shikina-en. In den familiengeführten Restaurants können Sie Okinawas Spezialitäten probieren, wie zum Beispiel herzhafte Soba und Goya Champuru oder Kroketten aus lila Süßkartoffeln, die manche als weiteres Geheimnis der Langlebigkeit bezeichnen.

Ein zusätzlicher Bonus: Die Saison für Walbeobachtungen dauert von Januar bis März, sodass Sie vielleicht vor der Küste von Okinawas Hauptstadt Naha Buckelwale sehen können.

Mehr lesen: Reiseführer Okinawa: Das Geheimnis eines langen Lebens

Blick auf die Skyline der Stadt Nago auf Okinawa, Japan

Was Sie bei einem Besuch in Japan im Dezember unbedingt unternehmen sollten

Egal, ob Sie sich auf dampfend heiße Onsen, Skifahren in den japanischen Alpen oder Weihnachtsfeiern freuen – hier finden Sie einen kurzen Überblick darüber, welche Aktivitäten Sie erwarten können.

Freuen Sie sich auf Winterbeleuchtungen

Japan liebt Lichter ohnehin schon, aber im Dezember wird es erst richtig schön. Die Sapporo White Illumination auf Hokkaido ist ein riesiges Spektakel mit leuchtenden Skulpturen und Tunneln; in Tokio bieten Gegenden wie Roppongi Hills und Shibuya aufwendige Lichtinstallationen. Auch Tempel und Burgen im ganzen Land werden im Winter meist wunderschön beleuchtet.

Skifahren und Snowboarden auf Japans Weltklasse-Pisten

Japan ist sehr stolz auf seine Schneesportarten. Die japanischen Alpen und Hokkaido sind die idealen Orte zum Skifahren und Snowboarden, wobei der beste Schnee in der Regel von Dezember bis März fällt.

Wärmen Sie sich in einem natürlichen Onsen auf

Onsen (das Wort für heiße Quellen) sind in ganz Japan beliebt; das Entspannen im dampfenden, mineralreichen Wasser ist ein nationaler Zeitvertreib. Da Onsen durch vulkanische Aktivität auf natürliche Weise erwärmt werden, sind sie vor allem in den zentralen und nördlichen Regionen weit verbreitet. Städte wie Hakone, Beppu und Kusatsu sind ganz auf die Onsen-Kultur ausgerichtet.

Ein Besuch in einem Onsen – eine ideale Aktivität für eine Japanreise im Dezember

Feiern Sie Weihnachten und Neujahr auf japanische Art

Obwohl Weihnachten in Japan eine Zeit voller Kitsch und fröhlicher Dekorationen ist, gilt Neujahr (Oshogatsu) als der traditionelle Feiertag. Familien genießen gemeinsam Osechi-Gerichte, schmücken ihre Häuser und in den Tempeln läuten die Glocken. Wer das neue Jahr besonders ausgelassen feiern möchte, kann an den Silvester-Straßenpartys in Städten wie Tokio, Osaka oder Yokohama sowie in den meisten Skigebieten teilnehmen. Außerdem gibt es die Oji-Fuchsparade in Tokio, bei der zu Beginn des neuen Jahres die Fuchsgeister geehrt werden.

Die wichtigsten Festivals und Veranstaltungen in Japan im Dezember

Wenn Sie Japan im Dezember besuchen möchten, sprechen Sie mit unseren lokalen Reiseexpertinnen und -experten, um eine Reiseroute rund um die größten saisonalen Veranstaltungen zusammenzustellen.

  • Sapporo White Illumination, Ende November bis Dezember: Eine Winterbeleuchtungsveranstaltung in Hokkaido mit wunderschönen Lichtinstallationen, Skulpturen und funkelnden Gehwegen.
  • Nachtfest von Chichibu (Chichibu Yomatsuri), 2.–3. Dezember: Japans bedeutendstes Winterfest mit aufwendig geschmückten Festwagen, das in Saitama stattfindet.
  • Hagoita-Ichi-Messe am Senso-ji-Tempel, Mitte Dezember: Ein Markt unter freiem Himmel in Tokio, auf dem hölzerne Schläger namens Hagoita verkauft werden. Dieses Symbol soll Glück für das neue Jahr bringen.
  • Setagaya Boro-Ichi-Flohmarkt, 15.–16. Dezember: Ein jahrhundertealter, historischer Markt in Tokio, auf dem wundervolle Antiquitäten, Kunsthandwerk und Streetfood angeboten werden.
  • Oji-Fuchsparade (Kitsune no Gyoretsu), 31. Dezember: Ein Neujahrsfest in Tokio, bei dem sich die Menschen zu Ehren der Fuchsgeister (Kitsune) als Füchse verkleiden.
  • Silvester-Countdown-Veranstaltungen, 31. Dezember: In großen Städten wie Tokio, Kyoto oder Osaka gibt es zahlreiche Straßenfeste, bei denen man gemeinsam mit Tausenden anderen das neue Jahr einläuten kann.
Helle Lichter bei Nacht während der „Sapporo White Illumination“ in Japan

Praktische Tipps für eine Japanreise im Dezember

Informieren Sie sich über die Wetterbedingungen, bevor Sie im Dezember nach Japan reisen. Je nachdem, welche Regionen Sie besuchen, sollten Sie sich entsprechend kleiden. In Hokkaido beispielsweise können die Temperaturen auf -10 °C fallen, weshalb Sie wasserdichte Wanderschuhe, eine wasserdichte Schneejacke und wärmende Kleidung benötigen.

In anderen Regionen, wie beispielsweise in Zentraljapan, reichen warme Kleidungsschichten und eine wasserdichte Jacke aus. Nehmen Sie bequeme Wanderschuhe mit und packen Sie für kältere Tage eine Mütze und Handschuhe als Reserve ein. In südlichen Gegenden wie Okinawa ist es im Vergleich dazu mild. Tragen Sie dort einfach das, was Sie im Frühling tragen würden, und nehmen Sie für die Abende eine leichte Jacke mit.

Mehr lesen: Japan Reisetipps: Interview mit unserer lokalen Reiseexpertin

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